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Rundgang

Informationspfad

Auf dem neuen Informationspfad erfahren Sie viel Wissenswertes zu Wildenstein und seiner Geschichte. Beim Parkplatz, beim Zugang zum Schloss und im Englischen Garten finden Sie Infotafeln sowie Stelen mit 3D-Stereoskopviewern, die es Ihnen ermöglichen, einen dreidimensionalen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Am Felsen unterhalb der Burg können Kinder sich an einer Audiostation die Sage der Kunigunde anhören.  So wird ein Rundgang rund ums Schloss zu einem Erlebnis für alle Sinne.

Dreidimensionale Sicht auf die frühe Burganlage

Im Mittelalter wurden grossflächig Ödland und Wald erschlossen und kultiviert, um der Natur – oft in jahrzehntelanger mühsamer Arbeit – landwirtschaftlich nutzbare Fläche abzutrotzen. Diese Art der Landschaftsveränderung ab dem 10. Jahrhundert führte dazu, dass riesige Waldflächen, die bisher grosse Teile Mitteleuropas bedeckt hatten, verschwanden. Der hohe Adel trieb die Erschliessung immer neuer Gebiete bewusst voran: Höfe, Klöster, Dörfer und ganze Städte wurden gegründet.

Ab dem 12. Jahrhundert drang zunehmend auch der niedere Adel in ungerodetes Gebiet vor und liess auf dem urbar gemachten Land Rodungsburgen bauen. Allerdings war damals schon längst nicht mehr alles Land „herrenlos“. So gehörte der Boden, auf dem die Herren von Eptingen im 13. Jahrhundert die Burg Wildenstein errichten liessen, zum Dinghof Bubendorf, war also im Besitz der Dompropstei Basel. Die Eptinger entrichteten dem Basler Bischof als Lehensleute einen Zins für die Nutzung des Landes.

Dreidimensionale Sicht auf die Landwirtschaft

Die Anfänge der landwirtschaftlichen Nutzung der Umgebung von Wildenstein reichen mindestens bis ins 13. Jahrhundert zurück, als der Wald gerodet und die Burg gebaut wurde. Lange wurde das neu gewonnene Kulturland nach dem System der Dreifelderwirtschaft, das im Mittelalter sehr verbreitet war, bebaut. Dabei bepflanzte man die Acker-Zelgen in Fruchtfolge jeweils mit Wintergetreide und anschliessend mit Sommergetreide, bevor das Land ein Jahr lang brach lag. Noch heute sind die Spuren der Dreifelderwirtschaft an den langen Baumreihen und Heckenzügen gut erkennbar: Diese trennten die ehemaligen Felder von den Gemeindeweiden (Allmend) und dem Wald ab.

Auch der Eichen-Witwald, der einst der Eichelmast von Schweinen diente, zeugt von der landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets. Gänzlich verschwunden sind hingegen die Spuren des Weinanbaus bei Wildenstein: Wo sich heute der englische Landschaftsgarten befindet, war einmal ein Rebberg angelegt. Weshalb dieser im Jahr 1853 aufgegeben wurde, ist nicht dokumentiert.

Dreidimensionale Sicht auf die Schweinehaltung im Wald

Während Jahrtausenden hatte die Waldbeweidung von Schweinen einen sehr hohen Stellenwert in der europäischen Landwirtschaft. Lange war es die einzige Möglichkeit, Schweine zu mästen, ohne dabei auf Nahrungsmittel zurückgreifen zu müssen, die auch der Mensch hätte essen können. Jeweils vom Spätsommer, wenn die Eicheln und Bucheckern reif wurden, bis zum ersten Schnee zog ein Hirte mit den Tieren in die Wälder. Das Fleisch von Schweinen, die mit Eicheln gemästet wurden, galt als wohlschmeckender und qualitativ besser als jenes von Schweinen aus Buchenwäldern.

Durch diese Beweidung entstanden neue Waldformen wie der Mittelwald oder der Hutewald. Es gab Zeiten, da war die Beweidung für Waldbesitzer sogar rentabler als die Holznutzung.

Heute wird diese Form der Schweinehaltung kaum mehr betrieben. Eine von wenigen Ausnahmen in Europa bilden die Schweine in den Korkeichen-Hutewäldern der spanischen Extremadura, aus denen der berühmte iberische Schinken produziert wird.

Hörstation "D Kunigunde und dr Spiegel"

Unterhalb des Schlosses befindet sich eine Hörstation, an der man die Sage von Kunigunde und ihrem Spiegel hören kann. Barbara Saladin hat diese Geschichte kindgerecht aufgeschrieben und erzählt. Erfunden hat sie sie allerdings nicht, denn die Sage der Kunigunde geistert schon länger durchs Schloss. Und den Mann, von dem Sie am Felsen beim Schloss erfahren werden und der Kunigunde als Gespenst gesehen hat , gibt es wirklich. Vielleicht sind Sie ihm auf Wildenstein sogar schon begegnet...